Einspruchsvorlage

Strafbefehl – Muster – Einspruch – Vorlage

 

Ein Einspruch gegen den Strafbefehl kann sich also durchaus empfehlen, vor allem dann, wenn das Ziel des Einspruchs in einer niedrigeren Strafe besteht (jedenfalls dann, wenn ein Freispruch oder eine Verfahrenseinstellung nicht in Betracht kommen).

Für den Einspruch gegen den Strafbefehl gibt es kein Muster und keine bestimmte Vorlage; wichtig ist allein, dass der Wille, den Strafbefehl anzufechten, zum Ausdruck gebracht wird. Der Einspruch muss an das Gericht gesandt werden, das den Strafbefehl erlassen hat; dort muss er binnen 2 Wochen nach der Zustellung des Strafbefehls – dem auf dem „gelben Umschlag“ vermerkten Datum – eingegangen sein. Es genügt, Einspruch gegen den unter Angabe des Aktenzeichens genau bezeichneten Strafbefehl einzulegen. Auch eine falsche Bezeichnung schadet hier nicht und macht den Einspruch nicht unzulässig – wer als an Stelle eines Einspruchs Widerspruch oder Rechtsmittel gegen den Strafbefehl einlegt, riskiert nicht sofort die Rechtskraft. Wichtig ist jedoch, dass derjenige, gegen den sich der Strafbefehl richtet, den Einspruch selbst einlegt. Angehörige können diese Aufgabe nicht übernehmen.

Ein Muster für den Einspruch, stellen wir Ihnen hier gerne zum Download zur Verfügung:

Vorlage Einspruch Strafbefehl

Bedenken Sie jedoch:

Die Akteneinsicht ist unerlässlich, um die Möglichkeiten der Verteidigung  seriös zu prüfen und um den Einspruch gegebenenfalls zu beschränken.

Fehlerquellen existieren  im Strafbefehl zuhauf

Allerdings sind diese auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Die reine Akteneinsicht und die gemeinsame Prüfung der amtlichen Ermittlungsakte ermöglichen Ihnen Verteidigungsstrategien, die Ihnen ansonsten im Verborgenen bleiben, da Ihnen kein Einsichtsrecht in die Akte zur Seite steht. Dies ist ausschließlich Ihrem mandatierten Rechtsanwalt möglich.